Rückblick zum Workshop „Personal gewinnen mit KI“ – KI im Recruiting praktisch erleben

Das Regionale Fachkräfte-Bündnis Friedrichshain-Kreuzberg und das Zukunftszentrum Berlin kooperierten für die Veranstaltung „Personal gewinnen mit KI“. Im Fokus stand der praktische Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz für die Personalgewinnung.

Dabei öffnete der Workshop den Blick für neue Zielgruppen in der Ansprache von potenziellen Fachkräften. Die Teilnehmenden setzten gezielt KI-Chatbots ein, um ihre Personalsuche zu erweitern und zu hinterfragen.

Linda Spieckermann, Expertin für digitale Onboardingprozesse, und Francesca Hermani, Prompting-Profi und Kommunikationsexpertin im Zukunftszentrum Berlin, begleiteten den Workshop.

Anhand eigener Stellenausschreibungen testeten die Teilnehmenden, wie sich mithilfe von KI-Chatbots potenzielle Fachkräfte gezielter erkennen und passgenauer ansprechen lassen – auch solche, die im Recruiting bisher übersehen wurden. In der gemeinsamen Reflexion wurde deutlich, inwiefern KI ein hilfreiches Tool darstellt und wo es sogar hinderlich sein kann.

Von der Analyse zur überarbeiteten Anzeige – Konkrete Ergebnisse für den Arbeitsalltag

Der Wechsel von Theorieimpulsen und praktischen Übungen erhöhte den Nutzen des Workshops. Die Gruppe reflektierte zudem, wie entscheidend die eigene Steuerung für die Qualität von KI-Ergebnissen ist.

Am Ende des Workshops lag eine überarbeitete, KI-gestützte Stellenanzeige vor – zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe und optimiert für Reichweite und Wirkung. Die Teilnehmenden entwickelten ein klares Verständnis dafür, wie sich KI strategisch in bestehende Personalprozesse integrieren lässt.

Fazit: KI als kreativer Sparringpartner im Wettbewerb um wertvolle Fachkräfte

Der Workshop machte deutlich: Klug angewendet kann generative Künstliche Intelligenz Vielfalt fördern. Wer sie ohne kritische Reflexion und bewusste Zielplanung einsetzt, erreicht eher das Gegenteil: Oft bleibt KI schwammig und reproduziert bestehende Umstände oder erstellt kreativen Nonsense aus dem Datenmeer, wie beispielsweise der Vorschlag, einen Straßenarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Ein KI-System braucht starke Führung sowie intensive Denk- und Kommunikationsarbeit, um nützliche Ergebnisse zu produzieren. Generell ist generative KI darum eher ein gutes Inspirationstool denn ein einfacher Ergebnisproduzent. Dazu kommt, dass nicht jedes Tool ähnlich gute Ergebnisse produziert.

Generative KI zeigt sich damit als ein durchaus anspruchsvolles, aber inspirierendes Instrument im Wettbewerb um Talente – und bleibt doch für viele der nächste Schritt in der Weiterentwicklung ihrer Recruiting-Strategie.