Besuch bei Katharina Pech von der Brillenkammer in der Niederbarnimstraße
Beim Besuch bei Katharina Pech, Inhaberin der Brillenkammer in der Niederbarnimstraße, wurde einmal mehr deutlich: Fachkräftesicherung beginnt nicht erst im Betrieb – sie beginnt oft schon bei der Frage nach bezahlbarem Wohnraum.
Jeder, der in Berlin eine Wohnung sucht, weiß, wie angespannt die Situation auf dem Wohnungsmarkt mittlerweile ist. Besonders betroffen sind junge Menschen, die für eine Ausbildung nach Berlin kommen möchten. Viele Auszubildende finden trotz Ausbildungsplatz keine passende Unterkunft. Häufig bleiben nur Übergangslösungen wie das Wohnen bei Freunden oder Verwandten – sofern diese Möglichkeiten überhaupt vorhanden sind.
Zwar hat das Land Berlin mittlerweile Wohnraumangebote für eigene Auszubildende geschaffen, davon profitieren jedoch ausschließlich Azubis im öffentlichen Dienst. Kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe oder Einzelhändler in Friedrichshain-Kreuzberg stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, wenn sie junge Fachkräfte gewinnen möchten.
Gerade deshalb sind funktionierende Netzwerke und gemeinsame Lösungen wichtiger denn je. Das Regionale Fachkräfte-Bündnis möchte hier unterstützen und begleitet aktuell auch die Brillenkammer bei der Suche nach Wohnraum für einen zukünftigen Auszubildenden, der ab September seine Ausbildung in Berlin beginnen soll.
Gesucht werden daher Hinweise auf ein WG-Zimmer, eine kleine bezahlbare Wohnung oder andere Unterbringungsmöglichkeiten. Wer Ideen hat oder unterstützen kann, darf sich gerne bei Katharina Pech oder beim Regionalen Fachkräfte-Bündnis melden. Kontakte werden selbstverständlich vertraulich weitergeleitet.
Denn klar ist: Wohnraum ist kein Luxus, sondern eine zentrale Voraussetzung für Ausbildung, Integration und erfolgreiche Fachkräftesicherung. Wenn Berlin auch in Zukunft junge Menschen für Ausbildung und Handwerk gewinnen möchte, braucht es gemeinsame Lösungen – von Wirtschaft, Politik, Netzwerken und Gesellschaft.
