Während des 135. FKU-Unternehmer:innen-Stammtisches wurde vom Regionalen Fachkräfte-Bündnis ein Thema aufgegriffen, das viele Unternehmen aktuell umtreibt: Wie kann Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass sie zu den heutigen Anforderungen auf beiden Seiten passt?
Im Fokus steht dabei die Frage, wie Unternehmen Fachkräfte erreichen und binden können – gerade auch jenseits klassischer Modelle. Wichtig sind dabei praxisnähe, konkrete Beispiele und neue Wege der Zusammenarbeit.
Der Kontakt zu Dina Hajeer kam über die Koordinierungsstelle für Alleinerziehende Friedrichshain-Kreuzberg zustande. Pauline Potschka, die diese Stelle betreut, setzt sich im Bezirk gezielt dafür ein, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Alleinerziehenden zu verbessern und Brücken zu Unternehmen zu bauen.


Als selbstständige Grafikdesignerin und alleinerziehende Mutter berichtete Dina Hajeer offen aus ihrem Arbeitsalltag. Sie machte deutlich, unter welchen Bedingungen sie arbeitet, welche Herausforderungen es gibt und wo gleichzeitig Chancen liegen. Schnell wurde klar, dass viele gängige Arbeitsmodelle an ihre Grenzen stoßen, wenn sie nicht flexibel genug sind.
Besonders interessant war ihr Blick auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Sie zeigte auf, wie projektbezogene und flexible Modelle funktionieren können – vorausgesetzt, die Erwartungen sind klar formuliert und die Kommunikation stimmt. Für Unternehmen bedeutet das, stärker in Ergebnissen zu denken und weniger in festen Strukturen oder Anwesenheit.
Gerade für kleinere und mittlere Betriebe kann das ein interessanter Ansatz sein, um auf Kompetenzen zuzugreifen, die im klassischen Recruiting schwer zu erreichen sind. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass solche Modelle nur funktionieren, wenn auf beiden Seiten Verlässlichkeit, Transparenz und Vertrauen vorhanden sind.
Der Beitrag hat damit nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Regionalen Fachkräfte-Bündnis gegeben, sondern vor allem gezeigt, wie Zusammenarbeit heute ganz konkret aussehen kann – pragmatisch, flexibel und nah an der Realität vieler Unternehmer:innen.
